Muzaffer Toy im Gespräch: Viele Neuigkeiten im neuen Schuljahr

Sie haben ein weiteres Schuljahr hinter sich. Wie war das Jahr?

Dieses Schuljahr hatte für uns mit Schwierigkeiten begonnen. Zwei unserer langjährigen Schulleiter hatten das Gymnasium verlassen. An diese Stelle traten Lehrerkollegen mit denen wir ebenfalls schon seit mehreren Jahren zusammenarbeiten. Unser neuer und junger Schulleiter Herr Bünyamin Baykuş sowie seine Stellvertreterin Frau Perna Bu haben beide ihr erstes Jahr mit Erfolg absolviert.
Auf der anderen Seite hatten wir einen großen Schwund in der Schülerschaft. Aber dank unseres Kindergartens auf der Schierker Straße in Neukölln konnten wir die Gesamtzahl der Schülerschaft wieder ausgleichen. Im Rückblick kann ich getrost sagen; es war ein erfolgreiches Schuljahr.

Wie viele Schüler betreuen Sie?

Mit 503 Schülerinnen und Schülern auf unseren fünf  Schulen sowie 365 Kindern in den KiTas haben wir das Schuljahr 2016/2017 mit 868 Schülern absolviert. Wie jedes Jahr nahmen wir auch im vergangenen Schuljahr an dem
Forschungswettbewerb „Jugend forscht“ teil. Dort haben unsere Schüler die zweiten und dritten Plätze belegt. Natürlich macht uns das froh und stolz.
Zudem haben alle unserer 31 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe das Abitur in der Tasche. Diese 100-prozentige Quote erfreut uns natürlich. Ich gratuliere auch auf diesem Wege noch einmal allen 31 Abiturientinnen und Abiturienten, deren Weg für das Studium an einer Universität nun geebnet ist.

Sie blicken bereits auf eine Vergangenheit von nun mehr als 20 Jahren. Was ist ihr aktueller Stand und wo sehen sie sich im Berliner Bildungsbetrieb? 

Wir tragen seit 1994, also seit etwa 23 Jahren dem Bildungswesen in Berlin

etwas bei. Heute haben wir einen Campus mit vier Schulen (Grundschule, Sekundarschule, Fachoberschule und Gymnasium). Zudem gehört uns eine Grundschule in Berlin Treptow-Köpenick. Somit betreiben wir als IBEB gGmbH fünf Schulen an. Zudem haben wir fünf Kindergärten an verschiedenen Standroten in Berlin. Insgesamt arbeiten an diesen Bildungsstätten etwa 200 Lehrer, Pädagogen und weiteren Mitarbeiter. Unsere Schulen besuchen 503 Schülerinnen und Schüler, unsere Kindergärten werden von 365 Kindern besucht. Jetzt wollen wir auf dem Campusgelände einen neuen Kindergarten eröffnen. Dieses Projekt hat das Ziel, eine KiTa für etwa 195 Kinder bereitzustellen. Wir wissen, dass Kindergärtenplätze in Berlin derzeit sehr knapp sind und wollen mit diesem Projekt der Nachfrage entgegenwirken. Das Projekt wurde erfreulicherweise von zuständigen Behörden bereits genehmigt und hat damit die erste Hürde überwunden, um den Status eines förderfähigen  Projekts zu erlangen. Zudem wollen wir in einem weiteren Projekt, einen kleinen Kindergarten innerhalb des Grundschulgebäudes in Köpenick für 40 Kinder eröffnen. Wir hoffen, dass wir dieses Projekt im September oder Oktober einweihen können.

Sie haben hier in Spandau einen riesengroßen Campus. Was gibt’s denn hier alles. Haben sie auch andere Standorte?

Unser erste Schule – ein Gymnasium –  wurde im Schuljahr 2004/2005 gegründet. Da wir im Zentrum der Stadt keine Räumlichkeiten anmieten konnten haben wir hier in Spandau-Wilhelmstadt günstige Räumlichkeiten gefunden und angesiedelt. Es ist eine ehemalige Kasernenschule. Deswegen mussten wir nicht viel an Renovierungsarbeit aufbringen.  Knapp 10 Jahre später haben wir das gesamte Gelände aufgekauft. Als wir diese Investition  2013 tätigten hatten wir neben dem Gymnasium bereits eine Sekundaschule und einen kleinen Kindergarte auf der 40 Kindert betreut wurden, errichtet.   Mittlerweile befinden sich 110 Kinder auf dem Kindergarten, eine Grundschule befindet sich in der Gründungphase, zudem haben wir auf dem  Campus auch eine Berufsfachschule. Also insgesamt 5 Bildungseinrichtungen.

Des Weiteren haben wir eine sehr moderne Mensa mit einer Großküche, die alle Schulen mit frischem Essen bedient.  Wir stellen unseren Schülern neben einer Sporthalle einen großen Rasenplatz und riesengroße Pausenfläche zu Verfügung. Wohl ein Privileg was sehr wenige Schulen in Berlin vorweisen können.  Außer unseren eigenen Einrichtungen befindet sich die Stephanus Werkstätten für behinderte Schüler und Jugendliche. Wir haben eine weiter Schule im Süden von Berlin, in der Nähe des Flughafens Schönefeld. In Neukölln und Wedding betreiben wir insgesamt  vier Kindergärten. Mit unseren Einrichtungen und hunderten Schülern sehen wir uns als einen der wichtigsten privaten Bildungsträger in Berlin.

Sie sind gezwungen andauernd zu investieren. Leidet die Qualität der Bildung unter den permanenten Investitionen?

Es sind notwendige Investitionen auf begrenzte Zeit. Durch den Erwerb der Campus-Gelände waren einige Investitionen nicht zu verhindern  Wir haben das leerstehende Haus 14 zu  Sekundaschule und Grundschule umgebaut.  Damit haben wir größere und modern Klassenräume in denen die Schüler unterrichtet werden. Das war uns wichtig, damit sich Schüler wohl fühlen und die Lehrer unter guten Bedingungen unterrichten können. Ein anderes Großprojekt war die Mensa. Dort haben wir, die wir so hergerichtet haben, dass sie sowohl die Schüler als auch das Personale mit frischen Gerichten   aus der eigenen Küche bedienen können. Wir haben mit Okan Cabri auch einen seht guten Koch der sowohl die türkische als auch die deutsche und internationale Küche sehr gut kennt, gewinnen können. Außerdem haben wir den Kindergaten umgebaut um die Kapazität von 40 auf 110 Kinder zu erhöhen. Es sind also keine Luxusinvestitionen, sondern Investitionen die notwendig sind um einen anspruchsvollen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten  und der Nachfrage von Eltern aus ganz Berlin nachzukommen. Diese Investitionen sind Voraussetzung für Qualitätsbildung an der wir tagtäglich mit unseren Lehrern, Pädagogen und Eltern arbeiten.  Dabei ist unser gemeinsames Interesse und Ziel ideale Rahmenbedingungen für unsere   Kinder und Schüler zu schaffen, um sie bestmöglich in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie zu fördern.

Ihre Eltern wurden für ehrenamtliches Engagement an der Schule von Spandauer Bezirksbürgermeister ausgezeichnet. Welche Rolle spielen Eltern auf ihrer Schule?

Für ihre ehrenamtliche Mitarbeit in der Schule und ihre Unterstützung wurden unsere Eltern von dem Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank ausgezeichnet. Das ist mir eine besondere Freude.  Die aktive Mitarbeit der Eltern ist eines der wichtigen Besonderheiten unserer Schulen. Wir stehen mit ihnen in engen Kontakt, wenn es um die Kinder geht. Aber auch in allgemeinen Fragen, wo wir ihre Unterstützung und Mitsprache benötigen.  Eines unserer Erfolgsrezepte ist diese enge Kooperation zwischen Schulleitung, Lehrerschaft, Schüler und Eltern, die wir als wichtige Partner sehen.    Wir schätzen die Ideen und Vorschläge der Eltern so sehr, das ich ohne Übertreibung sagen kann; sie sind für uns Richtungsweisend. 

Was ist für das nächste Schuljahr als neues Angebot in Planung?

Bis jetzt konnte auf unserem Campus nur das zweijährige Abitur gemacht werden. Unser Antrag beim Berliner Bildungssenat das dreijährige Abitur anzubieten ist genehmigt. Nun können auf unserem Campus die Schüler ab dem nächsten Schuljahr auch das dreijährige Abitur machen. Außerdem eröffnen wir in Zusammenarbeit mit GEBIF, einem Bundesweit aktiven Bildungsberater, einen Internat mit einer Kapazität für 25 Schüler. Nachdem wir in den vergangenen 20 Jahren in Berlin wichtige Bildungsarbeit geleistet haben, erweitern wir unser Angebot mit diesen Schritten nun auf das gesamte Bundesgebiet. 

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