Mein Kind hört mir nicht zu – was tun?

Am 17.11. um 19 Uhr trafen sich interessierte Eltern der Sekundarschule in der Mensa zum ersten Elternseminar dieses Schuljahres.
Die Gastreferentin, Frau N. Güccük hatte zu einem Vortrag über „
zeitgerechte Erziehung in der Pubertät – unbemerkte Fehler“ geladen
und ihrer Einladung waren zahlreiche Familien gefolgt.

Der Vortrag startete pünktlich und begann mit der Feststellung, dass die Beziehung zwischen Jugendlichen und ihren Eltern vor allem im Jugendalter,
sprich während der Pubertät, sehr leidet. Zugleich wird der Unterschied zwischen den Generationen immer großer und die so genannten „Neuen Medien“,
also Facebook, Twitter und Co. treten als neue Herausforderungen erstmalig in Erscheinung.

Um den Herausforderungen begegnen zu können, stellte Frau Güccük zunächst die gemeinsame Kommunikation in den Mittelpunkt und betonte,
dass die schnell getroffene Aussage „mein Kind hört nicht zu!“ das Kind sehr wohl erreicht und sich in dessen Unterbewusstsein negativ festsetzt.
Eine positive, bestärkende Kommunikation ist von Nöten: auf toleranter, respektvoller Ebene und idealerweise übertragen auf eine regelmäßig
stattfindende Familiensitzung. Absprachen sollen im Alltag getroffen und beidseitig eingehalten werden und die Eltern sind dazu angehalten,
ihr Kind zu unterstützen.

Zu den weiteren Punkten des Abends gehörten Hinweise zur zeitgemäßen Erziehung denn was vor 30 Jahren aktuell und wichtig war, ist inzwischen
oft in den Hintergrund gerückt. Für unsere Kinder sind Themen aktuell, die es in der Zeit unserer eigenen Jugend noch nicht gab, dabei ist für die
Bindung zwischen Eltern und Kind immens wichtig, sich auf gleicher Ebene zu bewegen und sich über aktuelle Themen austauschen zu können.

Der gemeinsame Alltag und die zu häufig fehlende Zeit wurden ebenfalls thematisiert genauso wie manchmal fehlende Strukturen zuhause und die
fehlende Kraft, nach einem anstrengenden Tag noch an der eigenen Vorbildfunktion zu arbeiten.

Frau Güccük beendete ihren Vortrag mit einigen Denkanstößen für den Heimweg
(„Probleme kann es immer geben! Bleiben Sie stets gelassen! Denken Sie an die Wirkung, die später erfolgt! Erziehen Sie Ihr Kind mit einem
Empathie-Bewusstsein! Lieben Sie Ihr Kind, immer und egal, was passiert! Vergessen Sie nicht, Sie sind ein Künstler mit einem einzigartigen Kunstwerk!“),
verteilte Herzen an die Teilnehmer, damit diese die ihnen wichtigen Gedanken darauf notieren konnten und eröffnete das Kuchen- und Kaffee-Buffet.

Das verlockende Angebot wurde von den anwesenden Eltern und dem Schulleiter der Sekundarschule, Herrn Ünver und dessen Stellvertreter,
Herrn Seker, gerne angenommen und zu fortgeschrittener Stunde wurde gründlich über die Erfahrungen und Eindrücke des Seminars und
über eigene Erfahrungen mit dem lieben Nachwuchs diskutiert. Die freundliche Runde löste sich nach und nach auf
und wir danken Frau Güccük herzlich für diesen interessanten Abend!

 

Über den Autor

verwandte Beiträge