Die Sommerferien bilden für die meisten Familien in Deutschland den Höhepunkt des Jahres. Viele nutzen die Wochen, um abzuschalten, dem Alltag zu entfliehen und sich in exotischen Ländern zu erholen. Doch daneben gibt es auch Eltern, die mit ihren Kindern berufsbedingt nicht immer in den Urlaub fahren können. Oder sie können nur einen kurzen Urlaub in Anspruch nehmen und müssen danach in ihr Berufsleben zurückkehren. Doch was wäre, wenn beide Elternteile berufstätig sind und auch die Oma für die Betreuung der Liebsten nicht einspringen kann? Solche Familien zu entlasten und zu unterstützen, ist der Wilhelmstadt Grundschule ein besonderes Anliegen. Pandemiebedingt fanden statt der Ausflüge Projekte auf dem Campus statt.

Kinderbetreuung auch außerhalb der Schulzeiten

Die Wilhelmstadt Grundschule bietet normalerweise, da es sich bei ihr um eine gebundene Ganztagsschule handelt, eine Hortbetreuung und AGs, Projekte als auch weitere Nachmittagsangebote an. Diese werden auch mit den Unterrichtsinhalten verknüpft, um den Lerneffekt der Kinder zu verstärken. Doch auch außerhalb der Schulzeiten findet ein Hortbetrieb im Rahmen der Ferienbetreuung statt. Sinn und Zweck der Ferienbetreuung besteht dabei nicht nur darin, die Familien zu entlasten. Sie schafft auch ein Ort des kreativen und spielerischen Lernens, was im regulären Unterrichtsbetrieb manchmal etwas zu kurz kommen kann. Daneben bietet sie den Raum, damit die Kinder miteinander Zeit verbringen, Spaß haben und die Ferien abseits der Reise in andere Länder genießen können. Dies ist in Zeiten der Covid-19-Pandemie umso wichtiger, da die wochenlangen Schulschließungen zu einem starken Rückgang der sozialen Kontakte bei den Schülerinnen und Schülern geführt haben. Dass dies einer guten Entwicklung des Kindes abkömmlich ist, ist kein Geheimnis.

In Coronazeiten Projekte statt Ausflüge

Normalerweise bilden dabei die zwei wöchentlichen Ausflüge zu Museen, Parks oder Erlebniszentren einen festen Bestandteil des Ferienprogramms. Dadurch können die Kinder nicht nur Erfahrungen sammeln und neue Umgebungen kennen lernen, sondern auch vom abwechslungsreicheren Ferienprogramm profitieren. Da die Kontaktbeschränkungen jegliche Schulausflüge untersagten, hat die Grundschule hier ein neues Konzept entwickelt. Statt Schulausflüge finden nun in jeder Woche Projekte statt. Da über fünf Wochen lang während der Sommerferien die Ferienbetreuung angeboten wird, haben auch insgesamt fünf Projekte stattgefunden.

Projekt „Naturgewalten“

In der ersten Ferienwoche fand das Projekt „Naturgewalten“ statt. Die Kinder widmeten sich dabei der Frage, was eigentlich Naturgewalten sind. Daneben wurden auch die verschiedenen Arten von Naturgewalten behandelt und auch kreativ erarbeitet, wodurch sie eigentlich entstehen.

All das haben die Pädagogen mit den Kindern in der ersten Sommerferienwoche erforscht. Um die Behandlung des Themas vielseitig und abwechslungsreich zu gestalten, haben sie sich Bücher und Dokumentationen angeschaut und durch praktische Experimente die unterschiedlichen Naturgewalten näher kennengelernt. Eines der Experimente bestand beispielsweise darin, einen eigenen kleinen Vulkan zu basteln, der dann auch (siehe Foto) „ausgebrochen“ ist.

Projekt „Reise durch das Weltall“

Ging es zu Beginn noch um Naturphänomene auf unserem Planeten, nutzten die Kinder diese Basis, um die nächsthöhere Ebene zu betreten: das Weltall. In einer kreativ-künstlerischen Reise durch das Weltall erkundeten die Kinder, was es denn eigentlich alles in dieser Sphäre so gibt. Zu dieser Frage fielen ihnen die unterschiedlichsten Antworten ein. Die Kinder entwarfen mit viel Spaß und Freude ihre eigenen Astronautenkostüme, Raketen und Roboter. Sie lernten die Planeten kennen und gestalteten eine Weltallecke in einem der Horträume der Wilhelmstadt Grundschule. Abschließend erhielten die Kinder für ihre tolle Mitarbeit Urkunden ausgehändigt.

Auch die folgenden Ferienwochen werden von spannenden Thementagen geprägt sein, über die wir Sie auf dem Laufenden halten werden. So steht das Ferienprogramm ganz unter dem Motto „Projekte statt Ausflüge“.