Das Wilhelmstadt Gymnasium ist der Träger des Jugend forscht Schulpreises 2020. Die kontinuierliche sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften und der Schülerschaft hat dies ermöglicht. 2021 steht die individuelle Förderung der Schülerschaft mehr denn je im Vordergrund. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Denn der Wilhelmstadt Gymnasiast Kerim Moshakov, 17 Jahre alt, nimmt derzeit am renommierten Wettbewerb Internationale ChemieOlympiade teil. Von 1.500 TeilnehmerInnen des deutschen Auswahlverfahrens sind aktuell noch 60 übrig. Er ist einer davon. Wir sprachen mit ihm über seine Beweggründe und seine Leidenschaft für die Chemie. 

Seit wann interessierst du dich für Chemie? 

Ich fing an, mich in der achten Klasse für Chemie zu interessieren, da ich außerhalb des Unterrichtes an einem speziellen Förderunterricht teilnahm. Ziel war es, die Themen im Bereich der Chemie deutlich stärker als im herkömmlichen Schulunterricht zu vertiefen und die Schülerinnen und Schüler auch auf internationale Wettbewerbe und Olympiaden vorzubereiten.  

Wie kam es infolge dessen zu deiner Teilnahme am Wissenswettbewerb Internationale ChemieOlympiade? 

Man kann nicht von heute auf morgen einfach so am Wettbewerb Internationale ChemieOlympiade teilnehmen, da sich die Anforderungen auf einem akademischen Niveau bewegen. Vor der Teilnahme muss man sich, selbst wenn man sehr gut in Chemie ist, lange darauf vorbereiten. Für eine erfolgreiche Teilnahme an der ChemieOlympiade ist es deswegen nicht ungewöhnlich, bereits ein oder zwei Jahre vorher mit den Vorbereitungen zu beginnen. In kürzerer Zeit den vielen Stoff zu vertiefen, erscheint mir sehr schwierig. Aus diesem Grund fing ich in der achten Klasse damit an, als mein Interesse für die Chemie erstmals wirklich geweckt wurde.  

Wie bereitest du dich gegenwärtig auf das derzeit laufende deutsche Auswahlverfahren für die Internationale ChemieOlympiade vor? 

Derzeit bereite ich mich in Zusammenarbeit mit Herrn Demirkan (engagierter Chemielehrer am Campus Wilhelmstadtschulen, Anm. d. Redaktion) auf die Zwischenrunden vor. Wenn ich mal Fragen habe oder an einer Stelle beim Lernen überhaupt nicht weiterkomme, steht er mir beratend zur Seite. Seit er mein Ziel kennt, Teil der deutschen ChemieOlympiade-Nationalmannschaft zu werden, unterstützt er mich. Dafür bin ich ihm dankbar. 

„Es ist eine Ehre, Deutschland in Japan zu vertreten“

Was möchtest du durch die Internationale ChemieOlympiade erreichen? 

Zuallererst ist es eine große Ehre, Deutschland bei so einem renommierten Wettbewerb zu vertreten. Außerdem haben die Gewinner gute Chancen, später an anspruchsvollen Universitäten zu studieren. Man bekommt zwar kein automatisches Studienrecht, allerdings wirkt sich die erfolgreiche Teilnahme sehr positiv auf die Chancen aus. 

Und wo siehst du dich in zwei Jahren? 

Zuallererst möchte ich natürlich ein möglichst gutes Abitur ablegen. Nach der Vollendung meiner Schullaufbahn auf dem Campus Wilhelmstadtschulen möchte ich ein Auslandsstudium in den USA aufnehmen. Dort zu studieren, ist schon lange ein Traum für mich. 

Wie läuft die ChemieOlympiade derzeit für dich? 

Um ehrlich zu sein, gut. Die Zahl der Teilnehmer sinkt mit den bestandenen Zwischenrunden exponentiell. Letztes Jahr habe ich leider nur die erste Runde geschafft und bin in der zweiten Runde ausgeschieden. Jetzt läuft es deutlich besser. Vor kurzem bekam ich mein Ergebnis, die zweite Runde ebenfalls bestanden zu haben. Von den ursprünglich 1.500 Teilnehmern des Auswahlverfahrens in Deutschland sind nach der zweiten Runde nur noch 60 übrig, die in die dritte Runde gehen. Ich bin einer von ihnen. Am Ende bilden dann die vier Bestplatzierten die deutsche ChemieOlympiade-Nationalmannschaft. Ich möchte Teil dieser Mannschaft werden, um Deutschland im Finale im japanischen Osaka gegenüber den 69 anderen Teilnehmerländern zu vertreten. 

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für deine naturwissenschaftliche Zukunft!