Erfolge bei Jugend Forscht 2019

Beim diesjährigen Regionalwettbewerb Nord, der am 19. Und 20.02. auf dem Gelände der Bayer AG im Bezirk Mitte stattfand, konnten die Wilhelmstadtschulen wieder große Erfolge für sich verbuchen. Unter der Leitung von Frau Kirsten Burmester nahmen sieben Kinder an dem hochdotierten Wettbewerb teil.

Drei Schülerinnen der 7. Klasse des Wilhelmstadt Gymnasiums gingen der Frage nach, ob man sich mit Musik besser konzentrieren könne. „Wir wollen das Problem lösen, weil es eine häufige Frage bei den Schülerinnen und Schülern ist, ob sie beim Lernen Musik hören dürfen.“ Um diese Frage zu klären, wurden Testreihen mit mehreren Personen (Kindern und Erwachsenen) durchgeführt. „Unsere Erwartung war, dass man sich mit Musik besser konzentrieren kann.“, so eine Teilnehmerin. Das Endergebnis war zwar nicht eindeutig aber konnte trotzdem festgestellt werden, dass Musik grundsätzlich keine Steigerung des Konzentrationsvermögens herbeiführt. Von den Juroren des Wettbewerbs im Bereich Biologie wurden die drei Jugendlichen für die Präsentation, die Idee und die erbrachten Ergebnisse mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Ebenfalls aus der 7. Klasse des Gymnasiums kommen Maxim, Ahmet-Enes und Louis, die sich eine Möglichkeit ausgedacht haben, gefahrlos während des Unterrichts zu kippeln. „Wir kamen auf die Idee, weil manche Schüler umgefallen sind und man ab da nicht mehr kippeln durfte.” Die Gruppe fand heraus, dass der durchschnittliche Kippwinkel beim Kippeln 22,5 Grad beträgt. „Der sichere Kippelstuhl“ schafft 20° und besteht nach mehreren getesteten Modellen aus einer Sitzplatte mit unten angebrachter abgeflachter Halbkugel. Das Styropor-Modell wurde im Bereich Arbeitswelt vorgestellt. Ausgezeichnet wurde die Erfindung mit einem Sonderpreis und dem stolzen 3. Platz.

Den ehrenhaften 2. Platz erlangen konnte Louisa aus der 8. Klasse des Gymnasiums mit ihrer Idee zum thermoaktiven Automobil. „Meine Idee ist, die Vorteile von schwarzen und weißen Autos in einem Auto durch eine thermoreaktive Farbe nutzen zu können.“, erläutert die Schülerin ihr Projekt. Die Thermofarbe wechselt dabei je nach Sonneneinstrahlung von Schwarz zu Weiß, um übermäßige Erhitzung im Fahrgastraum zu verringern. „Aber wenn die Temperaturen geringer sind, wird das Auto dunkel, um die Sonnenstrahlen zu absorbieren.“. Die ersten Testergebnisse, die mit lackierten Konservendosen durchgeführt wurden, belegten, dass die Temperatur durch die Thermofarbe bei Sonneneinstrahlung tatsächlich nicht so stark ansteigt, allerdings sind weitere Test notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Vorbereitet hatten sich alle Schülerinnen und Schüler der Wilhelmstadtschulen auf den Wettbewerb seit Schuljahresanfang. Gemeinsam mit und unter Anleitung von Kirsten Burmester arbeiteten die Kinder mit Einsatz und Begeisterung an drei im Stundenplan festgelegten Arbeitswochenstunden an ihren Projekten. Was man hätte besser machen können? „Den Text haben wir nur mühselig zusammengeschrieben und die Zeit dafür wurde knapp“, so ein Schüler der 7. Klasse aber er fügte hinzu: „Naja, das könnten wir beim nächsten Mal gleich besser machen.“

Und so kommt neben den tollen und Kreativen Ideen, der wissenschaftlichen Ausarbeitung und Dokumentation auch noch die Fähigkeit zur Selbstkritik hinzu – wir sind stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, die dank der Unterstützung von Frau Burmester mit Jugend Forscht tatsächlich nicht nur für die Schule sondern für das Leben lernen.